Häufige Fragen rund um die Beihilfe für Beamte für Sie beantwortet

Wenn Sie sich nicht sicher sind oder hier nicht die entsprechende Antwort finden, sprechen Sie einfach das beratifee-Team an.

Die Beihilfe ist eine Geldleistung, an bestimmten Personengruppen. Das sind Beamte und bestimmte Gruppen von Arbeitnehmern im öffentlichen Dienst. Sie ist eine Art Teilversicherung. Der Staat übernimmt einen Teil der Kosten für bestimmte gesundheitsbezogene Leistungen. Die Beihilfe ist keine eigenständige Versicherung, sondern eine Ergänzung zur privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung, sowie zur privaten oder gesetzlichen Pflegeversicherung.
Die konkreten Leistungen, die im Rahmen der Beihilfe gewährt werden, können variieren. Die Bundesländer verfügen über unterschiedliche Beihilferegelungen. Es werden beispielsweise Aufwendungen für ärztliche Behandlungen, Arzneimittel, stationäre Krankenhausaufenthalte oder auch Zahnbehandlungen bezuschusst.
Die Beihilfe soll dazu beitragen, dass Beamte und bestimmte Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst im Krankheitsfall nicht alleine gelassen werden und nicht alle Kosten selbst tragen müssen.

Ein Beihilfeergänzungstarif ergänzt die private Krankenversicherung für Beamte und schließt bestimmte Lücken im Versicherungsschutz. Denn nicht alle medizinischen Kosten werden von der Beihilfe und der PKV vollständig übernommen. Der Ergänzungstarif kann solche verbleibenden Kosten ganz oder teilweise abdecken, beispielsweise bei Zahnersatz oder bestimmten Hilfsmitteln. Welche Leistungen versichert sind, hängt vom jeweiligen Tarif ab.

Beamte und ihre berechtigten Angehörigen, wie Ehepartner und Kinder, können Beihilfe erhalten. Die genauen Anspruchsvoraussetzungen variieren je nach Bundesland.

Beihilfe deckt medizinische Ausgaben wie Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte, Zahnarztkosten, Arzneimittel und Heilmittel. Der Anteil, den die Beihilfe übernimmt, hängt vom Beihilfesatz ab.

Der Beihilfesatz bezeichnet den Prozentsatz der medizinischen Kosten, den Beamte im Rahmen des Beihilfesystems erstattet bekommen. Dieser Satz variiert je nach Bundesland, Familienstand und Anzahl der Kinder und liegt in der Regel zwischen 50 % und 80 %. Für Beamte mit mehr Kindern oder in bestimmten Bundesländern kann der Satz sogar höher ausfallen. Der genaue Beihilfesatz beeinflusst, wie viel der Beamte selbst zahlen muss und wie viel durch die Beihilfe abgedeckt wird.

Beamte müssen eine Restkostenversicherung abschließen, um die Kosten abzudecken, die nicht durch die Beihilfe übernommen werden, wie z.B. Zahnersatz oder bestimmte Behandlungen.

Der Antrag muss mit den entsprechenden Nachweisen, wie z.B. Rechnungen und ärztlichen Verordnungen, bei der zuständigen Beihilfestelle eingereicht werden.

Die Bearbeitungszeit variiert je nach Bundesland und Auslastung der Beihilfestelle, dauert aber in der Regel mehrere Wochen.

Nicht beihilfefähig sind häufig alternative Heilmethoden oder rezeptfreie Medikamente. Auch kosmetische Behandlungen sind in der Regel nicht abgedeckt.

Der Beihilfesatz variiert je nach Familienstand und Anzahl der Kinder und liegt in der Regel zwischen 50% und 80%. In einigen Fällen, wie bei Beamten mit vielen Kindern oder in besonderen Bundesländern, kann der Satz auch höher ausfallen.

Verpasste Fristen können dazu führen, dass der Anspruch auf Kostenerstattung erlischt. Daher ist es wichtig, den Antrag rechtzeitig einzureichen und sich über die jeweiligen Fristen zu informieren.

Ja, die Beihilfevorschriften und -sätze können sich je nach Bundesland unterscheiden. Es ist daher wichtig, die spezifischen Regelungen des zuständigen Bundeslandes zu kennen.

Beihilfe kann auch für Behandlungen im Ausland gewährt werden, jedoch sind bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. Die Behandlung muss in einem Land stattfinden, das als beihilfefähig anerkannt ist, und es müssen bestimmte Nachweise erbracht werden.

Diese Fragen decken zusätzliche Aspekte der Beihilfe ab und können den Nutzern weiterhelfen.

 

Während der Elternzeit bleibt der Beihilfeanspruch grundsätzlich bestehen, allerdings gibt es verschiedene Regelungen zur Höhe und Berechnung der Beihilfe je nach Bundesland und Art der Beihilfeverordnung. Beamte erhalten also weiterhin Beihilfe, auch wenn sie während der Elternzeit kein Einkommen aus ihrem Beamtenverhältnis beziehen. Dies ist jedoch von folgenden Faktoren abhängig:

  • Familienstand und Anzahl der Kinder: Beamte mit mehreren Kindern haben je nach Bundesland oft Anspruch auf einen höheren Beihilfebemessungssatz, der auch während der Elternzeit greift.
  • Art der Krankenversicherung: Während der Elternzeit besteht für den Beamten kein Anspruch auf Arbeitgeberzuschüsse zur Krankenversicherung. Die Beihilfe deckt also weiterhin nur den beihilfefähigen Anteil, und Beamte müssen für den Rest entweder privat versichert bleiben oder ihre private Krankenversicherung reduzieren, was oft mit weniger Leistungsumfang einhergeht.

Wir empfehlen immer die drei Basics abzusichern. Das sind die Krankenversicherung, die Haftpflichtversicherung in Verbindung mit der Diensthaftpflicht incl. dem Schutz vor Schlüsselverlust und die Dienstunfähigkeitsversicherung. Wobei die Krankenversicherung verpflichtend ist und die beiden anderen Versicherungen obligatorisch.

News Für Beamte, Anwärter und Ihre Familien

INTER BeMed – neuer Tarif der privaten Krankenversicherung für Beamte

Neuer PKV-Tarif für Beamte: INTER startet BeMed

Für Beamte und andere Beihilfeberechtigte gibt es ab dem 15. Oktober ein neues Angebot in der privaten Krankenversicherung: Die INTER führt mit BeMed ein neues Tarifsystem ein, ...
Frau liest eine Mitteilung über eine Beitragsanpassung ihrer privaten Krankenversicherung

Warum wird meine PKV plötzlich teurer?

Der Brief kommt – und plötzlich soll die private Krankenversicherung deutlich mehr kosten. Vielleicht nach mehreren Jahren, in denen sich am Beitrag kaum etwas verändert hat.Da ...
Frau vor einer Tafel mit häufigen Mythen und Fakten zur privaten Krankenversicherung für Beamte

PKV für Beamte: Was stimmt wirklich – und was hält sich nur hartnäckig?

„Die private Krankenversicherung wird im Alter unbezahlbar.“  „Mit Familie lohnt sich die PKV sowieso nicht.“  „Wer einmal privat versichert ist, kommt nie ...
Frauen und Männerhände rechnen gemeinsam am Taschenrechner und Papier

Beitragsanpassungen in der PKV – ein Blick hinter die Kulissen

Viele Beamtinnen und Beamte entscheiden sich für die private Krankenversicherung (PKV), weil sie stabile Leistungen und eine lebenslange Kalkulation erwarten. Dennoch kommt es ...
ein Mann sitzt müde am Rechner und reibt sich die Augen

Brauche ich als Beamter eine Dienstunfähigkeitsversicherung?

Beamte genießen durch ihren Status eine besondere Absicherung, doch was passiert, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen dienstunfähig werden? Eine ...
Ein schwarzer Taschenrechner ist auf Grafiken platziert

Besoldungstabelle Bund 2025 & 2026 – Prognose zur Beamtenbesoldung nach dem Tarifvertrag

Der neue Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst steht – doch rund 370.000 Bundesbeamte müssen auf Klarheit bei der Besoldung noch warten. Die Anpassung der Beamtenbesoldung ...